20.03.2011 - Gemeinde/ Stadt
Themengebiet: Wirtschaft
Vizelandrätin Jutta Nothacker besucht Handwerk und Mittelstand in Niedernhausen
Im Rahmen Ihrer Tour durch den Rheingau Taunus Kreis besuchte Vizelandrätin, Jutta Nothacker Handwerk und mittelständische Betriebe in Niedernhausen.
Los ging es bei der Metzgerei Ullrich im Niedernhausener Ortsteil Königshofen. Hier führte Metzgermeister Klaus Ullrich und seine Ehefrau Maria Ullrich durch den Betrieb und stellten beeindruckend die Betriebsabläufe vor.
Danach wurde die Druckerei Ebenhoch im Gewerbegebiet Frankfurter Straße besucht. Buchdruckermeister Siegfried Ebenhoch stellt plastisch die technische Entwicklung im Druckwesen dar, dem sich eine interessante Betriebsführung anschloss.
Zum Abschluss im Autohaus Paul Weiss wurde Jutta Nothacker von Kfz.- Meister Paul Weiss und seiner Ehefrau Inge Weiss begrüßt. Insbesondere Stellte Paul Weiss dar, dass das Autohaus Weiss seit langen Jahren auch Ausbildungsbetrieb ist und derzeit zwei Auszubildende beschäftigt.
Alle Handwerksmeister schilderten eindrucksvoll ihre Sorgen und Nöte. Übereinstimmend wurde die zunehmende Reglementierung durch Gesetze und Verordnungen bis hin zur Europäischen Union beklagt. Aber auch Probleme auf der kommunalen Ebene und mangelnde Unterstützung wurden dargestellt.
Vizelandrätin Jutta Nothacker machte in den Gesprächen deutlich, dass eine gute Mittelstandspolitik dafür sorgen muss, dass die Unternehmen wachsen und Arbeitsplätze geschaffen werden können. Hier muss auch der Rheingau Taunus Kreis künftig seine Hausaufgaben besser machen, zum Beispiel bei der Berücksichtigung des heimischen Mittelstandes bei öffentlicher Auftragsvergabe so Nothacker.
Die mittelständischen Betriebe aus den Bereichen Handwerk, Handel, Industrie, Dienstleistungen und Gesundheit leisten einen gesellschaftlich wichtigen Beitrag und sind eine tragende Säule der Wirtschaftskraft des Rheingau Taunus Kreises.
Daher will ich als Landrätin den Mittelstand besonders fördern, und so sollen die Vergabe und Ausschreibungswege innerhalb der rechtlichen Möglichkeiten so genutzt werden, dass besonders mittelständische Betriebe aus dem Rheingau Taunus Kreis zum Zuge kommen, erklärte Nothacker weiter.
Wichtig sei auch die Förderung von Leistung und Qualität in der beruflichen Ausbildung. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Abhängigkeit der deutschen Wirt-schaft vom globalen Geschehen deutlich gemacht sowie Stärken und Schwächen der heimischen Unternehmen aufgezeigt. In der Zukunft werde viel davon abhängen, wie dem in allen Branchen drohenden Fachkräftemangel begegnet wird. Jutta Nothacker stehe für eine Förderung von Qualität statt Quantität, auch und gerade in der beruflichen Ausbildung. Unterstützende Maßnahmen in den Betrieben sind wichtiger Bestandteil einer fachlich fundierten Ausbildung.
Nach meiner Wahl zur Ländrätin werde ich einen Runden Tisch einberufen um gemeinsam mit Handwerk und Mittelstand zu beraten was der Rheingau Taunus Kreis dazu beitragen kann um dem drohenden Mangel an Auszubildenden entgegenzuwirken. Dabei sollten wir auch über ein Förderungsprogramm nachdenken, das Unternehmen belohnt, deren Auszubildende herausragende Leistungen bei der Abschlussprüfung erbringen so Vizelandrätin Jutta Nothacker abschließend.
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